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Die "SDI-Driver" Nickname Geschichte
Alles fing mit meinem ersten Auto an, einem 87er Golf 2 Diesel 1,6 Liter mit zornigen 54 PS und 100 NM verteilt auf ein Leergewicht von leichtfüßigen (oder sagt man Leichtreifigen) 900 Kg laut Schein. 4 Türen, Farbe "ich kost keinen Aufpreis" blau. Gebremst wurde das Ganze durch die gewaltige unbelüftete Bremse 239er vorne und Trommelbremsen hinten. "Tellerminenstahlfelgen", ausgelegt für 13 Zoll Walzen, wahlweise im Format Winter mit 155/70R13 oder im Sommer mit geradezu brutalen 175er Reifen. Verbaut war ein Armaturenbrett Marke "im kalten Zustand wackele ich trotz Choke so sehr, dass man James Bond einladen könnte". Nachher war es etwas besser oder ich hatte mich daran gewöhnt ... ... aufgrund eines „gigantischen“ Hifi Ausbaues von: - JVC CD Radio: sehr gut, trotz der „GOOD VIBRATIONS“ - 2x 10CM Frontsystem - 2x16 MB Quart Bass Mittel mit 2x mini Hochtönern in der Heckablage - später noch ein umgelöteter 30er Subwoofer, Blaupunkt GTA-200 Click to enlarge! Es war natürlich ordentlich Platz im Auto. Also was wurde gemacht? Genau, wenn es was zu transportieren oder zu kaufen gab, das ich erledigen sollte, wurde die Rückbank umgelegt und halt alles rein verfrachtet. Meistens war es sogar möglich den Hifi Ausbau (auch die Heckablage, welche vom Radio gespeist wurde) drin zu lassen. *YEAH* Das, was am häufigsten an gekauftem Material transportiert wurde, war Sprudel. Ihr fragt jetzt, wie, Sprudel? Sprudel, ein mit Kohlensäure angereichertes Wasser..... Ja, ist halt einfach so, bekenne mich (ebenso wie mein Familie) als, mitunter damals, Sprudeltrinker. Nun, da im Sommer ca 8-10 Kasten spätestens nach 1 1/2 - 2 Wochen alle waren, muss halt "jemand" kaufen gehen. Tja und wer hatte genug Platz im Auto? Fuhr gerne Auto? Hatte (zu dem Zeitpunkt) den einzigsten Diesel? Wer trägt und schiebt die ohne Probleme? Ei klar, der Jörg! In einer Zeit, als der 2er Diesel schon da stand (Anfang 2000) und der Jörg (weil noch keine 18) noch keinen Führerschein hatte, wurde der halt mal ein bissel bewegt und die Versicherung ging dabei praktischerweise auch gleich mit runter. Hier gabs den ersten „Event“: Fakten: - Dad am fahren - im Kofferaum 8 volle Kästen Sprudel - beeindruckende Tieferlegung von +30 VA und - 50 mm HA durch den Sprudel. - Mein Dad und ich (nicht gerade von schmächtiger Größe und leichtem Gewicht) drückten die Höherlegung vorne noch etwas Situation: Wir rollen in Saarbrücken an ne Ampel, da rollt neben uns ein 3er Golf an die Linie. Tief, breit, laut, dicke Schlappen... müssten 8,5-9er breite gewesen sein. Damals noch praktisch 0 Plan von Auto bis auf das Fahren. Jedenfalls Plastik ohne Ende... Nojo es wird grün.... es jault neben uns.... der wohl total übermotorisierte Joghurtbecher gibt alles..... Unser zorniger Diesel gibt sein letztes Hemd, der Hintermann dachte die Welt geht unter, als er in einer Rußwolke verschwand. Ach Schumacher und Konsorten war nen Sch**ß dagegen was die Spannung betraf. Im 3ten Gang bei Tempo 75 () ging mein Dad vom Gas und wir waren sichtlich erheitert darüber, dass trotz des ganzen Sprudels im Kofferraum, uns beiden drin und den „gewaltigen“ 54 PS, der Joghurtbecher nicht so recht vorbeigekommen war. Also, das war mein erster Konakt zur "Rennsportszene der Rennschnecken". Aber nein, darauf beruht nicht der Name, gehört aber einfach zur Geschichte ;). Nach dem 18ten Geburtstag - die praktische Prüfung bestanden - und dann natürlich gleich in den Golf. Da ich paar Monate vorher meine Berufsausbildung zum F.I.S.I. begonnen hatte, stand natürlich alle 3 Wochen Berufsschule an. Rein zufällig war mal wieder einer der Sprudeltage, also alle leeren Kästen hinten drin und los Richtung Berufsschule. Am Ende des Unterrichts habe ich einen Kollegen mitgenommen, noch kein Führerschein, aber Fiesta-Fan. Da der Globus, wo Sprudel super billig war, bei ihm in der Nähe lag und ich sowieso noch zu ihm wollte, wurde er halt beim Kaufen gerade mit eingespannt, also mit Vmax von (inkl Voreilung) Tacho 160 (eingetragen 148 Km/h) Richtung Globus. Nun gabs da ein Sonderangebot, je mehr man holt, desto mehr rechnet sich das Ganze. Also kauften wir soviel wie ging. Dank einem Weichspülfahrwerk Marke Perwoll (zu diesem Zeitpunkt 240.000 Km drauf), freute sich der Golf über jede Bewegung und gab die unvergesslich an die Karosse weiter. Nun dann wurde geladen. nicht 8, nicht 10, es müssten um die 15 Kästen Sprudel gewesen sein. Trotz umgelegter Rückbank randvoll. Die Straßenlage bevor wir eingestiegen sind, glich der Titanic, bevor diese unterging. Beide eingestiegen, Tieferlegung vorne damit etwas erhöht. Dann ging es wieder rauf auf die Autobahn. Mit einem halsbrecherichen Tempo von 145 KMH ging es über die Gerade. Dann ging es ganz zart bergab, also Geschwindigkeitsboost von ganzen 30 Km/h und brachte die Sache auf satte 175 Km/h laut Tacho. Geräuschkulisse natürlich dementsprechend. Wir überlegten uns bereits, was passieren würde, wenn einer in ca. 100 m Entfernung mal rüberziehen würde, auf "unsere" Spur..... Man denke an die Mörderbremse vorne, den Sprudel hinten. Nehmen wir an, wir hätten gebremst. Möglichkeit 1: Durch das schon angesprochene "Superfahrwerk" wäre es wohl zu einer Dusselwibbel-Bewegung gekommen und die Kästen würden uns den "Hirsch" (Kopf) abreißen. Möglichkeit 2: Bliebe man von den Einschlägen der Kästen verschont, würde man wahrscheinlich in einer Welle von Sprudel ersaufen. Möglichkeit 3: Vielleicht würde einem eine Sprudelflasche wie ein Marschflugkörper direkt in den Kopf/Körper ballern.
S - Sprudel D - Direct I - Injection
Glücklicherweise wurde die Fahrt (wie immer) ohne Personenschäden beendet. Mit Ausnahme von den Leuten, die freiwillig hinter meinem Golf gefahren sind und die gelbe "ÖLTANKER" Aufschrift unter der Heckklappe bewunderten (welche leider etwas linkslastig war, da eigentlich noch ein 1,6l hin sollte). Durch meine automatische Abstandkontrolle oder auch Schadstoffnorm "01 bedingt schadstoffarm" genannt (also arm davon war der sicher nicht), wurden die „Verfolger“ auf der richtigen Entfernung gehalten. Tja da habt ihrs, ich bin halt seeeehr viel Sprudel kaufen gefahren mit der Kiste. Und damals auf der Fahrt mit dem Alex wars halt saulustig (sind aber noch öfters so gefahren). War dort halt einfach Situationskomik, weil das Auto so schief lag, alle irgendwie auf der rechten Spur waren und wir uns einen weg gelacht haben - über die Gesichter, das mögliche "Sprudelersaufen" und die Vmax "Versuche" :-). Der blaue Renner wurde nachher noch "heftig" getunt - Schraubenschlüsseltuning. Ja genau keine modernes Chiptuning. Volllastschraube ein gutes Stück weiter aufgedrehen - es dauerte aber ein bisschen, bis die optimale Einstellung zwischen gesteigerter Leistung und Spritverbrauch gefunden wurde. Die Rußentwicklung wurde dabei außer Acht gelassen.
 
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